26.1.07

Kennen Sie die Sendung «Genial daneben»?

Viele werden die Sendung kennen. Es gilt, die Bedeutung von Begriffen zu erraten und zu erklären. Das ist lustig.

Wissen Sie, was eine «Fahrkartenkontrolle» ist?
Selbstverständlich, werden Sie denken.
Wissen Sie, was eine «Absatzkontrolle» ist?
Nein? Soviel sei verraten: Es ist keine Kontrolle der Absätze von Frauenschuhen, bevor die Trägerinnen über das Parkett laufen.

Als IKA-Lehrer wissen Sie natürlich, was eine Absatzkontrolle ist. Viele Word-Anwender können mit dem Begriff allerdings nichts anfangen. Knapp daneben ist hier schon etwas weniger lustig.

Grosse Hindernisse beim Umgang mit Software bilden oft die kurzen Begriffe, die man kaum versteht. Besonders dumm, dass die Begriffe nicht einheitlich sind und dass selbst Microsoft in ihrer Software für gleiche Funktionen unterschiedliche Begriffe verwendet.

Absatzkontrolle ist bekanntlich ein Ausdruck aus der Paginierung und erscheint in Word 2003 in diesem Fenster:


Zwar ist hat sich dieser Begriff in Word 2007 nicht geändert. Aber zwei Einträge unter Paginierung wurden angepasst:

Das tönt doch schon wesentlich verständlicher, auch wenn gesagt werden muss, dass stetige Veränderungen oft auch verunsichern.
Man merkt die kleinen Verbesserungen erst auf den zweiten Blick und bei intensivem Arbeiten mit Office 2007. Nach der Schelte an Microsoft in einem kürzlichen Blogg-Artikel nun ein dickes Lob: Office 2007 finde ich von Stunde zu Stunde immer besser und für mich sieht Office 2003 schon sehr alt aus.

Ihr
Beat Hinnen


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3.12.06

Lernprogramm über Datenschutz

Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich hat ein Online-Programm entwickelt , das Bürgern Grundwissen über den Datenschutz in der öffentlichen Verwaltung vermitteln soll. Fallbeispiele und ein Quiz führen in die Prinzipien des Datenschutzes ein.

Das Lernprogramm bildet eine gute Möglichkeit, das Wissen über Datenschutz zu vertiefen und ist sowohl für Lehrkräfte auch auch für Lernende im Fach IKA interessant. Klicken Sie auf den Link im Titel.

Ihr
Beat Hinnen

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5.9.06

Schlüsselqualifikationen

Das Fach IKA vermittelt den Lernenden Fachkenntnisse in den Bereichen Informatik, Kommunikation, Administration. Viele Bildungsverantworliche wie Schulleiter, Informatiker, Fachlehrer usw. interpretieren das Fach so:

Im Fach IKA lernt man den Umgang mit dem Computer.

Die Lehrmittel entsprechen oft einem Word-Anwenderbuch, Excel-Anwenderbuch, Outlook-Anwenderbuch, PowerPoint-Anwenderbuch. Ein Trost: Glücklicherweise gibt es keine Korrespondenz-Anwenderbücher.

In einem Detailprogramm einer Handelsschule ist das Fach IKA so umschrieben:

«Dieses Fach vermittelt den effizienten und korrekten Umgang mit dem Computer, dem wichtigsten Arbeitsgerät an einem Büroarbeitsplatz. Sie lernen mit Word und Excel effizient zu arbeiten und erhalten einen Einblick in ein Buchhaltungsprogramm.»

IKA ist Fachunterricht. Der Umgang mit Programmen bildet einen Teil der Ausbildung. Eine Software effizient bedienen zu können, ist jedoch selbst im Fachunterricht keine Schlüsselqualifikation.

Einen wirkungsvollen Text zu schreiben, Kunden zu gewinnen, Partner zu überzeugen, das sind wichtige Elemente der IKA-Ausbildung. Rot gesetzten Text automatisch in schwarze Farbe umzuwandeln, das ist keine Kunst. Das Zahlenformat in Excel zu verändern auch nicht. Wer ein gewisses fachliches Grundwissen hat, braucht nur noch zu wissen, wie man Hilfe für sein Problem erhält. Einen Text lesegerecht zu verfassen und zu gestalten, das lässt sich in der Hilfe nicht abrufen.

Schlüsselqualifikation ist zu einem Modewort geworden. Trotzdem: Welches sind die Schlüsselqualifikationen im Umgang mit technischen Hilfsmitteln? Was muss vermittelt werden, wenn man heute kaum weiss, was morgen gefordert wird? Welchen Einfluss hat der immer schnellere technische Wandel auf die Ausbildung?

An vielen Schulen sind die Inhalte im Fach IKA falsch gewichtet. Die Verbreitung des «Software-Faktenwissens» bringt kaum Gewinn für die berufliche Existenz. Das Fach IKA müsste die Lernenden dazu qualifizieren, auf künftige technische Anforderungen kompetent zu reagieren.

Zusammengefasst: Kompetenz statt Faktenwissen – eben Schlüsselqualifikationen. Kompetenz veraltet nicht so rasch. Als Informatikbeauftragter einer mittelgrossen Berufsschule habe ich diese Erfahrung längst gemacht.

Ihr
Beat Hinnen

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27.8.06

Lehrpersonen – Teamarbeit






Die Arbeit im Lehrerteam hat an Bedeutung gewonnen und sie ist unbestritten. Allerdings ist Teamarbeit nicht a priori gut und Einzelarbeit grundsätzlich schlecht.





Negative Aspekte der Teamarbeit sind häufig:


  • ein ungenügend entwickelter Teamgeist bei den Teammitgliedern
  • egoistisches Verhalten einzelner Teammitglieder
  • unterschiedliche und unklare Zuständigkeitsbereiche
  • missverständliche Zielvorgaben
  • Zurückhalten von Informationen
  • ungeeignete Leitung und Moderation des Teamleiters
  • Spannungen und Konfliktansätze der Teammitglieder

Link: Teambildung im Fach Kommunikation

Spannungen entstehen vor allem dann, wenn negative charakterliche Eigenschaften von Lehrpersonen in eine Teamarbeit einfliessen. Aufgrund meiner Erfahrungen in Teamarbeit sind folgende Eigenschaften von Lehrpersonen für Teamarbeiten verheerend:

  • Ignoranz
  • Selbstbezogenheit
  • Karrieresucht
  • Herrschsucht

Ihr
Beat Hinnen




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20.8.06

Fachtagung ICT und Bildung

1. Fachtagung SFIB 2006

Die Schweizerische Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen (SFIB) organisiert am 26./27. September 2006 die 8. Fachtagung ICT und Bildung, Thema dieses Jahres: Integration der ICT - Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität.

http://www.fachtagung.educa.ch/

Ihr
Beat Hinnen

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19.8.06

Unerlaubte Ton- und Bildauf­nahmen in den Schulen

Vor einiger Zeit stellte ich zufällig fest, dass einer meiner Berufsschüler ausführliche Kommentare mit kritischen Äusserungen über sämtliche in seiner Klasse unterrichtenden Lehrkräfte auf seiner Internetseite veröffentlicht hatte. Auch wenn keine Fotos zu den Kommentaren hinzugefügt wurden, ist dieses Vorgehen aus Datenschutzgründen sehr problematisch.

Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Basellandschft schreibt in seinem Mitteilungsblatt vom Mai 2006 Folgendes:

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen ha­ben Anspruch darauf, dass ihre Persönlichkeit auch in der Schule geschützt wird. Dies gilt nicht nur ge­genüber der Schulleitung, Lehrpersonen, Schulbe­hörden oder speziellen Schuldiensten, sondern auch gegenüber den Mitschülerinnen und Mitschü­lern selbst. Immer häufiger kommt es vor, dass durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten in unerlaubter Weise Ton- und Bildaufnahmen von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrperso­nen durch andere Schülerinnen und Schüler ohne deren Einwilligung gemacht werden. Problematisch wird dies insbesondere, wenn solche Aufnahmen mit Kommentaren kombiniert im Internet erscheinen (z.B. auf Websites von Schülerinnen und Schülern). Die Schülerinnen und Schüler sind von der Schullei­tung und den Lehrpersonen darauf hinzuweisen, dass in solchen Fällen die Persönlichkeit der Betrof­fenen in schwerer Weise verletzt wird und dass Verleumdung, Ehrverletzung oder Beleidigung strafbare Handlungen sind. Es ist zu empfehlen, dass die Schulen klare Regeln aufstellen, ob und wie Mobiltelefone oder andere Geräte mit digitaler Kamera und/oder Videoaufzeichnungen auf dem Schulareal verwendet werden dürfen. Aus datenschutzrechtlicher Sicht können die Betrof­fenen bei unerlaubten Bild- und Tonaufnahmen kla­gen und vorsorgliche Massnahmen zum Schutz der Persönlichkeit geltend machen.

Ihr
Beat Hinnen



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15.8.06

Leistungsmessung


Sie werden nicht in erster Linie an dem gemessen, was Sie tun, sondern vor allem an dem, was Sie sagen!

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12.8.06

Ist Frontalunterricht wirklich schlecht?

Kürzlich habe ich erfahren, dass an einer Berufsschule in der Schweiz im Fach IKA nur noch offene Unterrichtsformen eingesetzt werden. Jeglicher Frontalunterricht entfällt.

Frontalunterricht hat in der Schweiz ein schlechtes Image bekommen. Auf der andern Seite ist E-Learning der grosse Hit. Lehrkräfte streiten sich um die richtige Lernplattform. Kaum hat man eine Plattform gewählt, schielt man nach einer besseren. Egal ob moodle, educanet oder BSCW. Ich meine: Die Organisationsform des Unterrichts sagt noch gar nichts über die Qualität des IKA-Unterrichts aus. Abwechslung in den Unterrichtsformen scheint mir jedoch wichtig:

http://bildungsklick.de/serviceText.html?serviceTextId=31405
http://bildungsklick.de/serviceText.html?serviceTextId=16822

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7.8.06

Multimedia

Informationen, Fernsehen und Radio wachsen im Internet zusammen. Die Bandbreite auf dem Internet verdoppelt sich fast von Jahr zu Jahr. Mit einfachen Mitteln stellen Sie heute einen Film aufs Internet. Dazu benötigen Sie nicht einmal eine HomePage.

Eine neue Entwicklung: Lernende nehmen versteckt die Lehrkraft während des Unterrichts mit kleinen Kameras auf und stellen die Filme ins Internet – Versteckte Kamera im Schulzimmer. Ist das wohl die neue Lehrerbeurteilung?

Inzwischen stellen auch immer mehr Kunden Firmen Online an den Pranger:

http://tagesanzeiger.ch/dyn/digital/internet/652523.html

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20.7.06

Gute Noten – schlechte Lehrer

16.7.06

Innere Kündigung

Die innere Kündigung ist ein Phänomen unserer Zeit. Ein interessanter Artikel im Context 12/06 versucht die Ursachen zu ergründen:

http://www.kvschweiz.ch/sw22363.asp

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13.7.06

IKA-Lehrer und Gesundheit

Während Jahren habe ich in Informatikzimmern mit bis zu 25 Geräten und Bildschirmen gearbeitet. Es waren Röhrenbildschirme. Oft waren die Zimmer nicht grösser als normale Unterrichtsräume in unserem Schulhaus. Noch heute haben wir teilweise an unserer Schule 25 PCs in normal grossen Unterrichtsräumen.

Die Frage der gesundheitlichen Gefährdung habe ich mir persönlich immer wieder gestellt. Bekanntlich strahlen Röhrenbildschirme vor allem auf der Rückseite. Ob diese Strahlung erheblich oder unerheblich ist – darüber streiten sich die Wissenschafter. In vielen Artikeln lese ich, dass nicht die Strahlung, sondern die geballte Ladung an Elektrosmog in einem solchen Zimmer gesundheitsschädigend sei. Die grosse Wärme , die sich in solchen Zimmern durch Aufheizung der Geräte entwickelt, sei nur nebenbei erwähnt. Ich verzichte auf irgendwelche Links, im Internet findet man dazu Hunderte von Abhandlungen.

Vor einigen Jahren musste ich darum kämpfen, in einem unserer Informatikzimmer die ersten Flachbildschirme anzuschaffen. Ein 15-Zoll-Bildschirm kostete damals Fr. 1600.–. Den ersten Antrag lehnte unsere Berufsbildungskommission ab. Unser damaliger Rektor fragte mich nach der Sitzung der Kommission in vorwurfsvollem Ton, was ich da wohl bei der Budgetierung überlegt hätte. Erst mein persönliches Gespräch mit einem Mitglied der Kommission brachte die Wende. Der Ehegatte dieses Kommissionsmitgliedes führt eine Arztpraxis. Und nach Rücksprache mit ihm, war es diesem Mitglied möglich, ihre Kolleginnen und Kollegen zu überzeugen, dass dieses Geld für die Gesundheit der Lernenden aber vor allem auch für die Gesundheit der Lehrkräfte gut eingesetzt war. Später konnte ich an unserer Schule erreichen, dass bei Erweiterungsbauten die Informatikzimmer wesentlich grösser gebaut wurden als normale Schulzimmer. Ich bin überzeugt, dass ich damit einen Beitrag zur Gesundheit der Lernenden und der Lehrkräfte geleistet habe.

In Schulräumen geht der Weg eindeutig Richtung Wireless. Und die Strahlung? Gefährdet sie unsere Gesundheit? An einzelnen Schulen konnte die geplante Einrichtung von Wireless im Schulhaus gestoppt werden, weil sich Lehrkräfte und Eltern dagegen gewehrt haben. Sparen und gesundheitliche Überlegungen passen leider nicht immer zusammen. Viele Politiker geben wohl meist dem Sparen den Vorzug.

Ich behaupte, dass die Belastung eines IKA-Lehrers weit über der Belastung anderer Lehrerkategorien liegt. Dies liegt an der ständigen Auseinandersetzung mit der Technik. Die Strahlung, der Elektrosmog sind nur ein Teil dieser Belastung, andere Faktoren spielen ebenfalls eine grosse Rolle. Ich hatte drei Kolleginnen, die IKA (früher Informatik, Textverarbeitung) an der Berufsschule in Luzern unterrichteten. Sie tun dies nicht mehr. Alle drei sind etwa 15 Jahre vor der Pensionierung gestorben. Ich behaupte nicht, dass der ausserordentlich frühe Tod einen Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit gehabt habe, das wäre oberflächlich. Trotzdem kann ich gelegentlich solche Gedanken nicht einfach unterdrücken.

«Rauchen schadet der Gesundheit»

So steht es auf den Zigarettenpackungen.

«IKA-Unterricht schadet der Gesundheit»

Müsste man diesen Satz vielleicht an der Schulzimmertür anschlagen?


Über andere ausserordentliche Belastungen eines IKA-Lehrers äussere ich mich in einem nächsten Blog.

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10.7.06

Office 2007 online testen


Sie können nun Office 2007 auch Online etwas testen. Seit heute ist die deutsche Version aufgeschaltet. Hier der Link.

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9.7.06

Bootsmotoren und IKA-Informatik


Ich erhole mich gerne auf dem See. Beim Angeln kann ich so richtig abschalten. Dazu besitze ich ein kleines Fischerboot. Das Boot vefügt über einen 60-PS-2-Takt- und einen 8-PS-4-Takt-Aussenbordmotor. Dass der 60 PS-Motor dem Boot etwas mehr Schub verleiht als der 8 PS-Motor, das wusste ich schon vor meiner ersten Ausfahrt nicht nur wegen des Preisunterschieds. Den Zweitakter füttere ich mit Benzin (leider ist er durstig!) und Oel. Die Gemischmenge wird automatisch aufbereitet. Über die unterschiedliche Technik von 2- und 4-Takt-Motoren weiss ich eigentlich wenig. Ich habe es in der Schule nicht gelernt. Wer mehr darüber wissen will, findet auf dem Internet genügend Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Verbrennungsmotor

Bisher hat mich mein fehlendes Wissen in der Motorentechnik eigentlich nicht beunruhigt. Meine Werft macht den Service und das Motörchen läuft wie geschmiert. Ich darf sagen: «Meine Werkstatt die versteht etwas von Motoren». Mehr brauche ich nicht.

Was hat das eigentlich mit IKA-Informatik zu tun? Manchmal frage ich mich, wozu das viele technische Wissen für unsere Schüler gut sein soll: Bussysteme, Umdrehungszahlen von Festplatten, Geschwindigkeit von Speicherbausteinen ...

Etwas Wissen über die verschiedenen Intelprozessoren gefällig?

http://de.wikipedia.org/wiki/Modellnummern_von_Intel-Prozessoren

Für die Software im Büro braucht es keinen leistungsfähigen PC. Jeder neue PC aus dem Laden genügt. Es reicht, wenn man weiss, dass der Speicher für Windows Vista vielleicht etwas erweitert werden sollte. Jedem Benutzer ist auch klar: Wer mit seinem Flugsimulator mit einer Boing 747 eine ILS-Landung in Zürich, Frankfurt oder Berlin durchführen möchte, braucht etwas mehr Leistung als in einem normalen Büro-PC. Sonst ruckelt die Boing über die Piste. Und wer nicht sicher ist, muss halt die Lehrerin/den Lehrer fragen. Wer IKA unterrichtet, sollte auch über die Technik etwas Bescheid wissen. Auch ein netter Nachbar oder eine nette Nachbarin kann vielleicht helfen. Bestimmt aber hilft uns einer der vielen Computerhändler. Anwenderinnen und Anwender brauchen keine vertieften technischen Kenntnisse.

PS: Ich versuche in meinen Texten die weibliche Form zu integrieren. Als ich jedoch kürzlich meiner Frau klar machen wollte, dass ich in Deutschland zu Besuch bei Freundinnen und Freunden sein werde, war sie doch recht schockiert. Nun gut, ich bin dann halt nicht an die Fussball-WM gefahren.

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7.7.06

Programmieren im Fach IKA? (Teil 2)

Bekanntlich kann der PC heute für alles und jedes eingesetzt werden: Programmieren, Fernsehen, Musik hören, Musik komponieren, Webseiten erstellen, Zeichnen, Fotos ansehen, Fotos bearbeiten und und und ...

Immer wieder Spass macht mir die Videobearbeitung. Auch wenn ich mir meine Videofilme nur selten mehr anschaue, die Möglichkeiten begeistern mich trotzdem und ich liebe es kreativ tätig zu sein.

Kürzlich hat mich eine Lehrkraft gefragt, wie man aus einer Musik-CD einzelne Musikstücke ins MP3-Format konvertiere. Auf meine Frage, ob er das im Unterricht behandeln wolle, meinte er, ja, das interessiere die Schüler. Dank seiner Frage weiss ich jetzt, wie das funktioniert, ich habe mich auf dem Internet kundig gemacht.

Zugegeben, es war keine IKA-Klasse, sondern eine Klasse im 10. Schuljahr, die sich dafür interessierte. Ich stelle jedoch fest, dass auch im Bereich IKA immer wieder seltsame Dinge in den Unterricht einfliessen und als Lehrbuchverfasser frage ich mich oft: Gehört das in den IKA-Unterricht? Es besteht im Fach IKA ganz besonders die Gefahr, diejenigen Unterrichtsinhalte zu vermitteln, welche dem Lehrer und gelegentlich auch den Schülern Freude bereiten. «Freude herrscht!» ist zwar kein Lernziel aber im Unterricht natürlich immer positiv.

Apropos Musik: Eine der häufigsten Fragestellungen in PowerPoint Newsgroups ist die Frage nach dem Einbau von Musik. Hier gibt es Probleme mit den Dateiformaten (einbinden), mit Dateigrössen und vor allem Probleme beim Versenden von PP-Präsentationen mit Musik. Ein weiteres Problem ist das An- und Abschwellen von Musik. Musik darf in einer Präsentation nicht einfach abrupt enden. PP kennt dazu keine Einrichtung. Man muss die Musik mit anderen Programmen bearbeiten. Ich verwende ein tolles Programm aus dem Freewareangebot.

Präsentationstechnik gehört zum Stoff von IKA. Gehört der Einbau von Musik dazu? Braucht man das im Büro tatsächlich? Soll der Lernende auch lernen, Musik zu bearbeiten? Wie lange bleibt dieses Wissen abrufbar, wenn man es nach dem Unterricht wochenlang nicht mehr braucht? Genügt es nicht, wenn man weiss, wo man sich darüber kundig machen kann? Fragen über Fragen ...

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6.7.06

Programmieren im Fach IKA (Teil 1)

Vor etwa 22 Jahren unterrichtete ich am BWZ in der Weiterbildung Basic-Programmierung am PC1 der IBM. Damals war nur ganz wenig Software auf dem Markt erhältlich. Wer etwas Besonderes brauchte, musste alles selbst programmieren.

An die Programmierkurse denke ich heute noch gerne zurück. Die Teilnehmer waren dermassen motiviert, dass sie kaum mehr vom Gerät weg wollten. Solange ein Progrämmchen nicht funktionierte, wollte man nicht nach Hause.

Meine erste Textverarbeitung war Wordstar von MicroPro – eine gewaltige Software; das ganze Programm inklusive Betriebssystem hatte auf einer 5 1/4-Zoll-Diskette Platz. Serienbriefe inklusive!

Kürzlich meinte ein Kollege, der bei mir vor vielen Jahren an einem BBT-Kurs war: "Diese Kenntnisse waren alle für die Katz. Wer braucht sowas noch heute?". Diese Aussage halte ich für falsch. Die Kenntnisse waren immer die Voraussetzung, um rasch Neues am PC zu erlernen. Trotzdem frage ich mich heute gelegentlich schon, ob alles was wir unseren IKA-Lernenden an Stoff eintrichtern, tatsächlich auch notwendig ist. Welche Kenntnisse brauchen Anwender wirklich? Muss ein Autofahrer tatsächlich wissen, welches die Zündkerzen sind? Darüber das nächste Mal etwas mehr.

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1.7.06

Der Newsletter von educa.ch

Der Newsletter von educa.ch ist kostenlos und beinhaltet in vielen Bereichen immer wieder interessante Informationen. Im heutigen Newsletter scheinen mir vor allem die Informationen zu http://www.educeth.ch/ besonders interessant. Educeth.ch stellt den Lehrpersonen kostenlos verwendbare Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Ich habe mich etwas im Informatikbereich umgesehen und vieles gefunden, was an Berufsschulen problemlos eingesetzt werden könnte (z. B. «Analog und Digital» oder «Firewall»). Die andern Fachgebiete kann ich nicht beurteilen, aber wahrscheinlich lohnt es sich auch hier, einmal hineinzuschauen.

Wer den Newsletter abonnieren will, klickt auf den nachstehenden Link:

http://www.educa.ch/dyn/2068.asp

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25.6.06

Weiterbildung der Lehrkräfte

Dass ständige Weiterbildung von Lehrkräften notwendig ist, ist unbestritten. An den meisten Berufsschulen muss sie an Mitarbeitergesprächen nachgewiesen werden.

Der Weiterbildungsbedarf in den einzelnen Lehrerkategorien ist jedoch sehr unterschiedlich. Dies betrifft wohl weniger den methodisch/didaktischen Bereich der Weiterbildung als den fachlichen Bereich. Ausserordentlich gross ist der Weiterbildungsbedarf bezüglich der Fachkompetenz in den Informatikfächern. In unseren Fächern ist der Zeitwert des Wissens sehr gering. Wer IKA unterrichtet kommt nicht darum herum, einen besonders grossen Zeitanteil seiner Weiterbildung im Bereich nicht institutionalisierter Weiterbildung aufzuwenden. Autodidaktisches Lernen hat hier einen ganz andern Stellenwert als in andern Fächern. Die Bandbreite geht vom Erlernen neuen Programmversionen bis zum Studium von Fachzeitungen und Fachzeitschriften.

Ich habe selber und auf eigene Kosten zwei Fachzeitschriften (c't und PC-Tipp) abonniert. Dazu lese ich zwei von der Schule abonnierte Fachzeitschriften regelmässig. In meinen Links zu den Favoriten sind folgende Fachzeitschriften eingetragen. Diese Seiten studiere ich regelmässig:





Eines der wichtigsten Weiterbildungsinstrumente ist das Abonnieren von Microsoft-Groups. In folgenden Groups schaue ich mir regelmässig die wichtigsten Probleme der User und die Lösung dieser Probleme an:



Soweit ich jemandem helfen kann, beantworte ich die Fragen. Kostenlos – alleine zu meiner Weiterbildung. Um auf dem Laufenden zu bleiben, muss ich jeden Monat Tage in die Weiterbildung investieren.




Diese Form der ständigen Weiterbildung – Stichwort: «selbstständiges Lernen!» – wird durch Schulleitungen viel zu wenig anerkannt. Sie ist ja auch kaum nachweisbar. Ein Kursbesuch – der inhaltlich nicht immer aber genügend oft recht wenig bringt – hat dagegen eine ganz andere Bedeutung. Mit einem Kursausweis kann man eben die Weiterbildung nachweisen. Das zählt! Wichtig aber ist für mich alleine das reale Wissen, egal wie ich es erworben habe und Kursausweis hin oder her.

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22.6.06

Outlook im Fach IKA





Verschiedene Schulen unterrichten im Rahmen der IKA-Ausbildung ein Groupware-Programm. Weil die meisten Schulen mit Office-Programmen arbeiten, empfiehlt sich Outlook als Software. Wir haben unser IKA-Lehrmittel ergänzt. Neu finden Sie im Angebot das Zusatzmodul «Outlook». Grundlage bildet Outlook 2003.

Hier das Inhaltsverzeichnis:



Verlag SKV Outlook

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15.6.06

Bedeutung des Tastaturschreibens

An den Berufsschulen in der Schweiz ist Tastaturschreiben aus den Lehrplänen verschwunden. Tastaturschreiben wird vorausgesetzt.

Diese Entwicklung begrüsse ich. Ein flinkes Bedienen der PC-Tastatur hat heute für jedermann eine derart grosse Bedeutung, dass Tastaturschreiben weit früher als in der Berufsschule erlernt werden muss. In Informatikkursen der Weiterbildung erlebe ich immer wieder, dass Teilnehmer, welche die Tastatur nicht bedienen können, rasch aus den Kursen aussteigen. Wenn man nun glaubt, dies treffe nur bei Kursen zu, in denen vor allem mit Text gearbeitet wird, der irrt sich gewaltig. Wenn in solchen Kursen beispielsweise eine überzeugende Präsentation erstellt werden soll, verlieren sich Leute ohne Tastaturkenntnisse rasch in Spielereien, versuchen alle Möglichkeiten aus, die das Programm bietet, ohne je brauchbare Ergebnisse zu erhalten. Kursteilnehmer ohne Tastaturkenntnisse sind fast immer die Bremsklötze in allen diesen Kursen.

Mitarbeiter in kaufmännischen Tätigkeiten sitzen täglich stundenlang an Tastaturen. Wer dabei nicht flink mit diesem Werkzeug umgehen kann, ist stark benachteiligt. Schlechte Leistungen in der Ausbildung an der Berufsschule (z. B. Arbeiten in Zusammenhang mit Ausbildungseinheiten) und selbst an der Lehrabschlussprüfung sind regelmässig dadurch begründet, dass Lehrlinge die Tastatur schlecht bedienen können.

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